Städtisches Bestattungswesen Meißen - Krematorium Meißen
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Ablauf des Ethik- und Religionsunterrichts im Krematorium Meißen zum Thema „Leben und Tod“

Der Ablauf der Führung wird den Ausbildungsformen (Hauptschule, Mittelschule, Gymnasium, Berufsschule, Studium) und den Aufgabenstellungen (auch Projektunterricht und fachübergreifende Themen) angepasst.

Hinweis:
Die Schüler nehmen die Eindrücke bei Besuch des Krematoriums gut und diszipliniert auf, da schließlich der Tod zum Leben gehört. Problematisch sind die Eltern, die alle Probleme der Welt von ihren Kindern fernhalten möchten und sich hinterher beschweren. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, Eltern zur Begleitung zu gewinnen, die aus eigenem Erleben heraus die Bedenken der sensibel reagierenden Eltern zerstreuen können.

Nach der Begrüßung werden die Schüler im Aufbahrungsraum in die Problematik der Trauer und Trauerbewältigung eingeführt.
  • Symbole (christlich, weltlich, Sinnsprüche, Bepflanzung)
  • Sarg (Größe, Material, Beschaffenheit, Übergrößen)
  • Sargausstattung (Decke, Kissen, Sterbehemd)
  • Sitten und Gebräuche im historischen Kontext
  • Traditionen (barfuß, im weißen Büßergewand, letzte Waschung, letzte Ölung)
  • Gesamtablauf einer Aufbahrung
  • Trauerbewältigung
Anschließend wird eine Feier nachgestaltet, damit die Schüler einen Einblick über den Ablauf gewinnen. Im Hauptteil wird über die Bestattungskultur in Deutschland und der Welt gesprochen:
  • Bestattungsarten (Erdbestattung, Feuerbestattung, Seebestattung, weitere Formen)
  • Friedhofswesen (Gräber, Trauer, Bewältigung)
  • Bestattungsgeschichte (Steinzeit, Antike, Mittelalter, bürgerliche Revolution, Neuzeit)
  • sonstiges (Literatur, Sehenswürdigkeiten, Psychologie)
Danach werden die Feuerbestattungsanlagen vorgestellt. Die Schüler gehen dazu direkt an die Öfen (freiwillig). Es wird der reale Betriebsablauf gezeigt. Das beinhaltet:
  • technischer Ablauf/ Umweltschutz
  • Sicherung des Prinzips „Richtige Asche in der richtigen Urne“/ historisches Archiv
  • Ascheaufbereitung/ Umgang mit Implantaten, Edelmetallen
  • Einfahren in die Öfen
  • Blick in den Ofen
Beim Besuch der Leichenhalle (freiwillig) werden folgende Themen behandelt:
  • Aufbewahrung (Zeiten, Temperaturen)
  • Verhalten beim Eintritt eines Sterbefalls (1. Leichenschau)
  • Bedeutung der 2. Leichenschau vor der Einäscherung (Verbrechensbekämpfung/ Versicherungsfragen)
  • Sterblichkeitsstatistiken (Jahresverlauf/ Lebensalter)
  • Diskussion über Lebensrisiken (Nikotin, Alkohol, Drogen, Selbstmord, Straßenverkehr, Magersucht)
Beantwortung von Fragen

An dieser Stelle endet die Führung für Schüler.

Für Auszubildende/ Studierende in medizinischen/ pflegerischen Berufen sind zusätzlich folgende Möglichkeiten vorhanden:
  • Einweisung zur Pflege (Erstversorgung, Vorbereitung, Waschen, Anziehen, kosmetische Arbeiten) in den entsprechenden Arbeitsräumen am Verstorbenen
  • Umgang mit Sterbenden und Hinterbliebenen
  • Trauerpsychologie, Trauerphasen

Für nichtmedizinische Ausbildungs- / Studienrichtungen werden folgende Themenkreise angeboten:
  • Umweltschutz (Rauchgasreinigung, Filter, chemische Verfahrenstechnik, Energieeffizienz)
    • Kühlung
    • Prozessführung
    • Verbrennungsführung
    • chemische Abreinigungsverfahren
  • physikalische Abreinigungsmethoden
  • Betriebswirtschaft und Rechnungswesen in öffentlichen Unternehmen
  • Betriebsformen des öffentlichen Rechts (Gemeindeordnung, Eigenbetriebsgesetz, Handelsgesetzbuch)
  • Marketing in Unternehmen des öffentlichen Rechts

ohne Kosten
Dauer ca. 75min. (Schüler) bis 120min (mit weiteren Themenkreisen)
Arbeitsmaterialien werden mitgegeben


Begleitende Eltern und Interessierte sind herzlich willkommen.

Anmeldung unter 03521/452077 Herr Schaldach

 
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