Bestattungsfachkraft
Seit wenigen Jahren ist es auch in Deutschland möglich, eine Ausbildung zur Bestattungsfachkraft zu absolvieren. Wie bei anderen Lehrberufen auch, beträgt die Ausbildungsdauer 3 Jahre und wird in Bestattungsinstituten und in Friedhofsverwaltungen durchgeführt. Für die schulische Ausbildung sind die staatlichen Berufsschulen in Bad Kissingen und in Springe verantwortlich, während die praktische Ausbildung im Betrieb erfolgt. Sie umfasst unter anderem die Bergung, Überführung, Versorgung, Einkleidung und Einbettung von Verstorbenen.
Im kaufmännischen Teil der Ausbildung werden dem Auszubildenden das Beratungsgespräch mit Angehörigen, die Organisation, Planung und Kontrolle der Bestattung, die Kalkulation und Rechnungslegung, aber auch die Beurkundung eines Sterbefalls beim Standesamt, sowie alle nach einem Sterbefall abzuwickelnden Formalitäten, vermittelt. So auch beispielsweise das Abmelden eines Verstorbenen bei den Krankenkassen und Rentenversicherungen.
Da das Bestattungsgewerbe handwerksähnlich ist, werden alle Ausbildungsverträge in die Lehrlingsrolle der Handwerkskammern eingetragen.
Wird die Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen, besteht für jeden die Möglichkeit, sich selbstständig zu machen, als Angestellter im Bestattungsinstitut tätig zu werden oder sich zum Bestattungsmeister fortzubilden. |