Städtisches Bestattungswesen Meißen - Krematorium Meißen
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Rabatte, Lieferverträge und Handelsspannen auf die Einäscherung

Glaubt man den Politikern, so wendet sich alles zum Guten - und das seit Jahren. Vor 4 Jahren fielen die Renditen der Bundesschatzbriefe derart, dass man damals ableiten konnte, dass eine Krise bevorsteht. Ein untrügliches Zeichen dafür ist die jährliche Verzinsung der Bundesschatzbriefe Typ A. Alle Zinsen, die unter 3,5 % liegen, lassen des Schluss zu, dass die Wirtschaft stagniert. Damals sah man für 3-4 Jahre einen Rückgang voraus. Betrachtet man die derzeit herausgegebenen Schatzbriefe, muss man feststellen, dass die Krise noch weitere 4 Jahre andauern wird. In dieser Krisenzeit wurde beispielsweise das Sterbegeld abgeschafft. Die Auswirkungen waren bedenklich: Die Hinterbliebenen konnten sich keine würdigen Bestattungen mehr leisten. Bestatter hatten weniger Umsätze. Manche mussten ihr Geschäft aufgeben. Die Lieferanten wurden massiv durch Billigimporte unter Druck gesetzt. Logisch, dass dem Staatshaushalt dadurch Steuern entgangen sind. Lieferanten aus den neuen EU-Staaten haben die Ausfälle für sich nutzen können. Vielleicht hat es auch Methode… Da innerhalb der Bevölkerung fast kein Verständnis herrscht, die Zahlungen an die EU weiter zu erhöhen, kann auf diesem Weg (indem man die einheimische Wirtschaft platt macht) verdeckt das Geld in die neuen EU-Länder umverteilt werden. Logischerweise fehlte nunmehr Geld zur Selbstbedienung der Parteien in den öffentlichen Kassen. Eine Idee war daraufhin, ehemals hoheitliche Leistungen (z.B. Kremierung) mit Mehrwertsteuer zu beaufschlagen. Die Rechnung bezahlen nun die Hinterbliebenen.

Seit die Krematorien keine Gebühren mehr berechnen, können Rabatte gewährt werden. Wir haben uns in Meißen auf folgende Meinung festgelegt: Um allen Bestattern faire und gleiche Preise zu bieten, werden Nachlässe oder Rückvergütungen nicht gewährt. Es ist nicht zu verstehen, wieso die kleineren Bestatter mehr bezahlen sollen, als die großen. Damit würden dann die kleineren Bestatter die großen subventionieren. Wäre das gerecht? Außerdem entsprechen derartige Preisnachlässe eher den südländischen Kulturansichten. Eine Bestattung wird nicht auf dem Basar angeboten. Wir bieten einen günstigen Preis auch ohne Rabatt an. Im Endeffekt können Rabatte nur gewährt werden, wenn man den Preis von vornherein etwas teurer macht. Neu ist auch, dass es für den Bestatter durch die neue Gesetzeslage möglich geworden ist, die Einäscherung mit Handelsspannen zu belegen. Spätestens dann kann man statt des Rabattes vom Lieferanten gleich eine Handelsspanne vom Endkunden verlangen. Das kommt aufs Gleiche raus. Entscheidend ist dann nur noch der echte Preis, den man zahlt.

Damit wären wir fast am Ausgangspunkt. Niemand in der Regierung glaubt wirklich, dass mit der Liberalisierung alles billiger wird. Oder kennen Sie jemanden, der wirklich weniger für Strom, Post oder Telefon bezahlt als vor 10 Jahren? Auf jeden Fall ist jetzt schon abzusehen, dass die Bestattung mittelfristig teurer wird und den Hinterbliebenen die Würde genommen wird. Unser Rabatt ist die kostenlose Nutzung der Kühlzelle für alle. Somit können die Verstorbenen erst mal in die Kühlzelle überführt werden und die Papiere später mit der Post (Fax) zugesandt werden.

Wir sind ein Betrieb, der auf eine lange und ereignisreiche Geschichte zurückblicken kann und der sich im Laufe der Jahre sowohl technisch, wie auch wirtschaftlich immer weiter entwickeln konnte. Auch Sie können von unseren Leistungen profitieren und abwägen, ob Sie unser Angebot nutzen möchten. Deswegen schließen wir keine Lieferverträge mit den Bestattern ab. Jeder kann so kommen, wie er will, ohne dass sich daraus wirtschaftliche Konsequenzen für ihn ergeben.

veröffentlicht in der Urne Nr. 1 (2007)

 
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